Slogan: Let it roll

Das Erlebnis

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Wochenendhaus

Ein seltsam schönes Erlebnis


Es war an einem schönen warmen Sommertag im August 2003. Ich ging alleine durch den Wald und …………………
Aber bevor ich hier nun ins Detail komme, muss ich noch vorher die Gegebenheiten erklären.
Also – Ich habe etwa 25 km von unserem Wohnhaus entfernt ein eigenes Ferienhaus mit großem Waldgrundstück in Sandhatten bei Oldenburg.
Dort bin ich gerne und, seitdem ich Rentner bin, immer öfter und längere Zeit draußen alleine.
Dazu muss man nun wissen oder sich erinnern, dass ich am 2. Dezember 1999 einen schweren Schlaganfall erlitten habe.
Die Nachwirkungen, die ich davon nachbehalten habe, ist eine linksseitige teilweise Körperlähmung, eine so genannte Hemiparese. Ich habe wohl nach monatelangem Training, Bewegungsübungen, Kranken- Gymnastik und zweimaligen Rehaaufenthalten wieder das Gehen gelernt, jedoch kann ich dabei das linke Bein und den linken Fuß nicht kontrolliert bewegen.
Ich gehe ungleichmäßig und aus der Unsicherheit heraus auch mit unterschiedlicher Schrittlänge.
Meine linke Hand ist seitdem aber völlig gelähmt geblieben. Das ist eine große Behinderung bei meinen häuslichen Tätigkeiten, wenn ich da im Waldhaus so ganz alleine auf mich gestellt bin, aber beim Gehen ist der bewegungslose Arm keine wesentliche Behinderung.

Soweit also die Erläuterungen vorab.
Es war ein herrlicher, warmer Sonnentag. Ich entschloss mich also an diesem Nachmittag nach meinem Mittagessen, einen Spaziergang durch den Wald zu machen.
Dazu muss ich noch erklären. Ich kannte den Oldenburger Staatsforst von früher her sehr gut. Ich bin dort oft alleine, gemeinsam mit meiner Frau, oder mit meinen drei Jungs lange, weite Wege durch den großen Wald gegangen.
Jedoch hat sich der Wald, der Waldboden und die Wege im Laufe der Jahre doch sehr verändert.

Ich ging also mit meinem Spazierstock guten Mutes los. Ich ging auf den mir noch bekannten festen Wegen. Nach etwa einer halben Stunde hatte ich das letzte Wochenendhaus hinter mich gelassen.
Ein Hund bellte noch in der Ferne und dann war ich ganz alleine, mir begegnete kein Mensch mehr. Ab und zu huschte vor mir ein Hase oder Kaninchen über den Waldweg ins dichte Walddickicht.
Ich merkte, dass mich der Weg immer weiter weg führte von meinem Haus. Ich hatte mich auch zu warm angezogen und kam auf dem geschützten, sonnendurchfluteten Weg leicht ins Schwitzen.
So entschloss ich mich also, als ich einen schattigen Weg sah, dort seitlich abzubiegen. Dabei hatte ich auch den Gedanken, in dieser Richtung vielleicht einen kürzeren Weg wieder zurück zu finden, dann bräuchte ich nicht den ganzen langen Weg – ich war inzwischen schon 1 ½ Stunden unterwegs – wieder zurück zu gehen.
Nun kam ich allerdings in eine Gegend, die ich nicht mehr kannte. Der Wald wurde immer dichter, der Weg wurde immer enger.
“Hier war wohl schon lange Zeit niemand mehr gegangen.”
Schließlich endete mein Weg ganz und änderte sich in einen flachen grasbewachsenen Waldboden. Ich konnte aber noch gut und sicher weitergehen. Also entschloss ich mich trotzdem nicht umzukehren und suchte soweit ich gucken konnte wieder nach einem festeren Weg.
Nach einiger Zeit, wohl zwanzig Minuten, vorsichtig langsamem Gehen, sah ich endlich wieder einen befestigten Waldweg.
Nun ging ich auf ihm sicheren Fußes weiter. Jedoch führte er mich in einem großen Bogen nach Norden und damit in die falsche Richtung noch weiter ab von meinem Zuhause. Zudem wurde mir die Gegend immer unbekannter. Aber der Weg war wenigstens gut zu gehen, also ging ich einfach weiter. Irgendwo wird er mich schon hinführen, wo ich wieder auf einen breiteren Weg gelange, den ich dann kenne und der mich dann nach Hause führt.

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